Die Leitung des Weinguts Stadt Krems setzt sich aus Fritz Miesbauer (Geschäftsführer), Leopold Figl (Kellermeister) und Kathrin Bründlmayer (Assistentin der Geschäftsführung) zusammen.

Am 16. August 995 unterzeichnete Otto III. in Magdeburg eine Tauschvertragsurkunde, in der ein Besitztum des Bischofs von Freising bei der "urbs Chremisa" genannt ist. Es handelt sich um die älteste erhaltene Urkunde, in der Krems erwähnt wird. Die Stadt feierte daher bereits vor einigen Jahren ihren "tausendsten Geburstag". Der Platz, von dem in der Urkunde die Rede ist, lag auf der Anhöhe hoch über dem Kremsfluß im Nordosten der heutigen Altstadt. Von hier breitete die Stadt sich aus. Zahlreiche historische Gebäude aus unterschiedlichen Epochen, Kirchen, und stattliche Bürgerhäuser zeugen von der langen Geschichte und dem stolzen Selbstbewußtsein der Stadt.

Der Reichtum von Krems lag schon immer im Weinbau. In der Urkunde zur Verleihung des Stadtrechtes (1305) steht zu lesen, daß "die Ehre der Stadt zu allermeist in den Weingärten liegt". Kein Wunder, denn mehr als 50 Klöster und Stifte im deutschen Sprachraum besaßen Weinberge hier im idealen Klima der Donaustadt gelegen. Die "Weinzierler" (Weinbautreibende, Winzer) bearbeiteten die Weinlagen der Klöster, deren Trauben anschließend in prächtigen "Lesehöfen" vinifiziert wurden. Auf Schiffen wurden die Weine schließlich donauaufwärts in die Klöster transportiert, um dort als täglicher Messwein und zur Erbauung der Klosterbewohner den Ruf der Weinstadt Krems zu mehren.

Stadt Krems
Stadtteil Stein
Blick Westen
Blick Osten

Heute werden die rund 1000 Hektar Weinberge der Stadt Krems (23.000 Einwohner) durch Hunderte von kleinen Weingütern bewirtschaftet. Durch die Entstehung von Industrie und Dienstleistungsunternehmen ist Wein heute nicht mehr die wichtigste Einnahmequelle der Stadt, doch ihre "allererste Ehre" liegt noch immer im Ruf und der Qualität der Kremser Weine begründet.