Klima & Geologie

Die Stadt Krems liegt in einem Becken auf einer Seehöhe von ca. 220 Meter. Nach Osten hin öffnet sich das Tal und läßt von hier die warmen Luftmassen aus dem pannonischen Raum einströmen. Die Stadt grenzt im Norden unmittelbar an die Waldviertler Hochebene, wo die Jahresdurchschnittstemperatur abrupt um mindestens 5° Celsius niedriger liegt.

Das Aufeinandertreffen des westlich baltisch-ozeanischen Kilmas mit dem östlich-pannonischen führt zu einem spannenden Wechselspiel und starken klimatischen Unterschieden zwischen Tag und Nacht sowie auf engem Raum, wobei der mächtige Donaufluß wieder eine ausgleichende Wirkung ausübt.

Die Vegetation ist naturgemäß von diesen Temperatursprüngen geprägt, und gerade für den Weinbau stellen sie eine besonders positive Voraussetzung dar, denn die Weine beziehen ihre Fruchtigkeit und Bukettausbildung aus eben diesem klimatischen Spannungsverhältnis.

Das Kremstal ist ein nur kleines Weinbaugebiet, und dennoch findet man hier zwei verschiedene .

  • Das wellige Hochland und nach Osten abfallende Bergland der „Böhmischen Masse“ zählt zu den ältesten Formationen der Erde und besteht im Raum von Krems aus verschiedenen Gneisen, die mit ihren Verwitterungsformen die Urgesteinsböden der Terrassenlagen im Westen der Stadt bilden. Es sind dies exzellente Böden für den Rieslinganbau.

  • Von besonderer Bedeutung für den Weinbau in Krems sind jedoch die Lössböden, die aus den letzten Eiszeiten vor ca. 300.000 Jahren stammen und vorwiegend auf den Süd- und Südösthängen der Kremser Weinberge abgelagert sind. Sie bringen die besten Voraussetzungen für die bekannten Kremser Grünen Veltliner mit viel Würze und guter Struktur.